Tagesthema vom 10.09.2010
Helmut sucht Anschluss
Keine Angst, Sie sind nicht auf der
Partnerschaftsvermittlungsseite des Deutschen Wetterdienstes
gelandet. Diesen Service bieten wir noch nicht an.
Bei Helmut handelt es sich vielmehr um das Hochdruckgebiet, das
schon in der vergangenen Woche mehrfach das Thema des Tages war
und uns zeitweise auch schönes Spätsommerwetter bescherte. In
den letzten Tagen hatte es sich nach Skandinavien zurückgezogen
und seinen Einfluss auf unser Wetter verloren. Eigentlich war
es schon in Vergessenheit geraten. Das wird sich jetzt aber
ändern. Unterdessen hat es nämlich seinen Schwerpunkt nach
Weißrussland verlagert und versucht sich jetzt mit dem auch
nicht gänzlich unbekannten Azorenhoch zu einer Hochdruckbrücke
über Deutschland zu verbinden.
Damit kann sich der Tiefdrucksumpf, der uns die letzten Tage
das herbstliche Schmuddelwetter brachte, mehr und mehr auflösen.
Bereits am heutigen Freitag kann man schon beobachten, dass die
Wolkenfelder im Tagesverlauf in vielen Teilen Deutschlands
verschwinden. Die Sonne bekommt langsam wieder die Überhand.
Aber ganz astrein ist das Wetter noch nicht. Vor allem im
Norden und Nordosten gibt es noch einzelne Schauer, auch ein
kurzes Gewitter ist nicht auszuschließen. Dabei handelt es sich
aber um lokal eng begrenzte Ereignisse.
Viel besser wird es dann am Wochenende, zumindest im
Süddeutschen Bereich. Hier zeigt sich am Samstag und auch am
Sonntag nach Nebelauflösung vielfach die Sonne und es bleibt
trocken. Die Temperaturen steigen ebenso wieder auf
spätsommerliche Werte zwischen 22 und 25 Grad C.
Bei den Nordlichtern läuft das leider nicht ganz so reibungslos
ab. Denn am Samstagvormittag zieht noch einmal ein schmales
Regengebiet über die Norddeutsche Tiefebene hinweg nach Osten.
Dort wird es erst zum Nachmittag hin besser.
Der Sonntag beginnt zwar auch nach Nebelauflösung sonnig, aber
bereits in den Mittagsstunden zeigen sich am Niederrhein schon
wieder die ersten Regenwolken. Richtig sonnig bleibt es im
Norden nur in Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Teilen von
Mecklenburg-Vorpommern. Dort werden dann auch
Höchsttemperaturen bis 24 Grad C erreicht, während an der See
bei etwa 20 Grad C Schluss sein dürfte.
Auf diese Art und Weise beschert uns der längst schon
abgeschriebene Helmut wenigstens noch ein brauchbares
Wochenendwetter.
Übrigens: Die Namensgleichheit mit dem Autor ist rein
zufälliger Natur.
Dipl.-Met. Helmut Malewski
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
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